Wie lese ich Weinetiketten?
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Weine aus der Bourgogne: Wie lese ich das Etikett?

Auf dem Weinetikett finden sich Pflichtangaben sowie freiwillige Hinweise. Sie dienen aber bei Weitem nicht nur zur Zierde: Sie sind informativ und gesetzlich vorgeschrieben. Dank dieser Angaben wissen Sie genau, welchen Wein Sie wählen. Sie erfahren etwas über seine Herkunft, sein Alter usw. So erhalten Sie genau den Wein, der Ihren Wünschen entspricht.

Wussten Sie schon …?

Der Winzer kann zudem die Pflichtangaben und freiwilligen Informationen durch eigene Hinweise ergänzen, die ihm wichtig erscheinen: die Geschichte des Weinguts, die Bodenzusammensetzung, die Lage der Parzelle, Speisenempfehlungen, etc. 

Die Pflichtangaben: Eine Frage der Etikette

© BIVB / NARBEBURU S. Bourgogne wine label

Die Pflichtangaben auf den Etiketten der Bourgogne-Weine dienen verschiedenen Qualitäts- und Informationsziele. Sie unterliegen den EU-Bestimmungen und liefern Ihnen präzise Hinweise für Ihre Weinauswahl. 

Ein Garant für Qualität und Authentizität

Damit Sie die Weine aus der Bourgogne mit voller Transparenz genießen können, liefern Ihnen die Pflichtangaben wertvolle Informationen über die Rückverfolgbarkeit:
1. Die Losnummer, die der Lebensmittelkontrolle dient.

2. In der Bourgogne verlangt der Weinverband seit 2002 eine zusätzliche Pflichtangabe. Deshalb finden Sie auf dem Etikett für jede Appellation die Angabe „Vin de Bourgogne“. Bei den Appellationen Village, Premier Cru und Grand Cru steht „Grand vin de Bourgogne“.

3. Das Herstellungsland, falls der Wein für den Export vorgesehen ist

4. Name, Firmenname und Anschrift des Abfüllers

5. Der Name des Weines – ein Zeichen für Authentizität

Die Pflichtangaben informieren Sie außerdem über die Zusammensetzung des Weines, seine besonderen Eigenschaften und seine Inhaltsstoffe:

6. Das Etikett gibt den Flascheninhalt in Litern, Zentilitern oder Millilitern an.

7. Der Alkoholgehalt wird als Prozentangabe mit einer Abweichung von 0,5 % vol. angegeben.

8. Die Anhabe „enthält Sulfite“ ist verpflichtend, wenn ihre Konzentration 10 mg/l übersteigt.

 

Freiwillige Angaben: Das Etikett verrät Ihnen mehr

© BIVB / NARBEBURU S. Bourgogne wine label

Die freiwilligen Angaben auf den Weinetiketten liefern zahlreiche Informationen. In der Bourgogne erzählen sie Ihnen die Geschichte des Weines, den Sie verkosten werden: woher er stammt, wie er hergestellt wurde, seinen Jahrgang und einiges mehr. 

Über die Pflichtangaben hinaus betonen Vorder- und Rückenetikett die Einzigartigkeit des Weines durch die Angabe freiwilliger Informationen:

  • Durch die Abgrenzung mittels eines Markennamens und einer Handelsbezeichnung (2)
  • Die Jahrgangsangabe (1)
  • Den Namen der Rebsorte (3)
  • Die Herstellungsweise gibt Aufschluss über die Handwerkskunst des Winzers und spiegelt seine Leidenschaft für das Metier wider (zum Beispiel „vieilles vignes“ oder „vendanges manuelles“) (3)
  • Eine besondere Anbaumethode
  • Die Weinfarbe

Diese Liste ist nicht vollständig. Per Gesetz sind weitere freiwillige Angaben zugelassen.

 

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