Der Geschmackssinn
  •   
Reiseprogramm Einem Freund sendenDrucken

Genießen Sie die einzigartigen Aromen der Weine aus der Bourgogne

Der Geschmackssinn ist ein Sinn der Freude und das i-Tüpfelchen Ihrer Verkostung. Die auf der Zunge, am Gaumen und auf der Innenseite der Wangen empfundenen Sinneseindrücke enthüllen die Finesse und die Fülle eines Weines. Lernen Sie die verschiedenen Schritte in der oralen Wahrnehmung kennen und prägen Sie sich die unnachahmlichen und feinen Geschmacksnoten der Bourgogne-Weine ein.

Wussten Sie schon?

Was auf Ihrer Zunge kitzelt, ist Kohlensäure!

Während der Verkostung spüren Sie manchmal auf der Spitze und an den Seiten der Zunge ein leichtes Prickeln. Dies kommt von der Kohlensäure. Diese ist bei Weitem kein Weinfehler, sondern im Gegenteil: Sie verleiht trockenen Weißweinen ein Frischegefühl.
Mit der Zeit oder beim Karaffieren verschwindet sie.

Ihr Gaumen – der Trumpf bei der Degustation

© BIVB / IMAGE & ASSOCIES Tasting a red wine

Der Geschmacks- und der Geruchssinn sind eng verbunden und lassen Sie die Aromen ebenso wie die Geschmacksnoten und das Mundgefühl eines Weines erkunden.

Nehmen Sie eine kleine Menge Wein in Ihren Mund. Lassen Sie ihn in Ihrem Mund kreisen, um den gesamten Gaumen zu benetzen, wobei Sie ein wenig Luft einatmen. In der Bourgogne nennt man dies „grumage“. Dadurch wird der Wein im Mund mit Sauerstoff angereichert. Dies erfordert ein wenig Übung, aber es ermöglicht einem, bestimmte Aromen aufzuspüren, die sonst verborgen bleiben. Diese steigen nun von der hinteren Seite des Gaumens in Richtung Nase auf. Das nennt man die retronasale Olfaktion, das innere Riechen.

Weiter geht es auf der Sinnesreise mit Hilfe Ihrer Zunge. Ihre Zungenpapillen lassen Sie die wichtigsten Geschmacksqualitäten süß, bitter und sauer erkennen. Noten von Honig und Vanille, die bestimmte Weißweine aus der Bourgogne wie Puligny-Montrachet auszeichnen, werden beispielsweise von Ihrer Zungenspitze wahrgenommen. Die Zungenseiten erkennen eher die Säure, die einen Wein frisch und lebhaft wirken lässt. Dieses Merkmal ist insbesondere in lebendigen Weißweinen aus der Bourgogne wie Chablis oder Bourgogne Aligoté, erwünscht.

Über die Aromen und Geschmacksnoten hinaus lässt Ihr Mund Sie auch Ihren Tastsinn üben. Adstringenz nennt man das Gefühl von Rauheit am Gaumen, am Zahnfleisch und an den Innenseiten der Wangen. Sie entsteht durch die Tannine und findet sich hauptsächlich bei Rotweinen. Sie sollte nur leicht bemerkbar sein.

Sie können außerdem auch die Wärme spüren, die mit dem Alkoholgehalt zusammenhängt. 

 

Eine „mise en bouche“ in Etappen

© BIVB / IMAGE & ASSOCIES Tasting a red wine

Den ersten Eindruck, den ein Wein im Mund hervorruft, nennt man in Frankreich „attaque“. Er gibt ein Gefühl für die Eigenschaften eines Weines und seine Aromenpalette. Beurteilen Sie, ob diese angenehm (weich) ist, ob es ihr an Struktur mangelt (fad) oder ob sie ausgeprägt (lebhaft) ist.

Die Weinregion Bourgogne ist für die Ausgewogenheit ihrer Weine bekannt, die auf dem Zusammenspiel von Säure, Alkohol und Adstringenz basiert. Im Kontakt mit dem Speichel kommen die Tannine, die Rotweinen ihren Charakter und ihre Struktur verleihen, zum Ausdruck. Sind sie zu präsent, aggressiv oder im Gegenteil angenehm im Mund und weich?

Führen Sie Ihre geschmackliche Reise fort und spüren Sie den Körper des Weines, der vom Alkohol abhängt. Welchen Platz nimmt der Wein in Ihrem Mund ein: ist er diskret (schmal), deutlich präsent (fleischig) oder dicht?

Der Abgang lässt Sie den Wein in seiner ganzen Fülle beurteilen. Ist er angenehm, aromatisch oder adstringierend?

Wenn der Wein den Mund verlassen hat, hinterlässt er am Gaumen für mehrere weitere Sekunden einen Eindruck. Dies nennt man den Nachklang. Die Zeit wird in Sekunden oder in „Caudalies“  berechnet. 

 
Top
Geniessen Sie Wein mit Bedacht,der Missbrauch von Alkohol gefährdet Ihre Gesundheit
{climat Vignoble Bourgogne Patrimoine Mondial}