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Pinot Noir und Chardonnay: die zwei königlichen Rebsorten der Bourgogne

Die Weinberge der Bourgogne sind die Heimat berühmter Rebsorten. Auf mehr als 80% der Weinregion Bourgogne werden Chardonnay und Pinot Noir angebaut, doch auch Gamay und Aligoté haben hier ihren Platz gefunden. Erfahren Sie mehr über diese Rebsorten, bevor Sie Ihre ausgewählten Weine genießen. 

Die Bourgogne ist die Heimat sehr alter Rebsorten. Die Weinregion bietet ihnen ideale klimatische Bedingungen sowie ein Terroir, in dem sie sich perfekt entfalten können. Die burgundischen Winzer bevorzugen vier Hauptrebsorten:
Chardonnay (weiß): 48% der Rebfläche
Pinot Noir (rot): 34%
Gamay (rot) und Aligoté (weiß) sind ebenfalls in der Bourgogne zu finden und machen jeweils 10% und 6% der Anbaufläche aus.
Die anderen Rebsorten (Sauvignon, César, Pinot Beurot, Sacy, Melon etc.) belegen etwa 2% der Weinberge. 

Wussten Sie schon … ?

Der Saft des Pinot Noir ist hell!
Um seine schöne rote Farbe zu erhalten, müssen die Trauben maischen und im Fass gären.
Dieser Vorgang bringt die Traubenhaut, die die Farbe enthält, mit dem ursprünglich hellen Saft in Kontakt.
Wenn er wie weiße Trauben, ohne seine Haut, vinifiziert wird, ergibt der Pinot Noir einen Weißwein. Dies ist der Fall beim Crémant de Bourgogne „Blanc de Noir“.

Klarer Ausdruck und Farben in allen Schattierungen

© BIVB / ARMELLEPHOTOGRAPHE.COM Bunch of Chardonnay.

Die Weine der Bourgogne sind größtenteils reinsortig. Dieser „klare Ausdruck“ bedeutet, dass jede Parzelle und jeder Jahrgang eine eigene Persönlichkeit entwickelt und von einzigartigen Eigenschaften geprägt ist.

Chardonnay und Pinot Noir, die absoluten Referenzen der Weinregion Bourgogne, ergeben Weine mit einem einzigartigen aromatischen Ausdruck. Ihre reichen Aromen können an Blumen, Früchte oder Gewürze erinnern.

Die Weine der Bourgogne kommen außerdem in einer breiten Farbpalette daher – je nach Rebsorte, Appellation, Jahrgang und Alter des Weines:

• Die dominierenden Weißweine (62% der Produktion) und der Crémant de Bourgogne (8%) variieren zwischen einem Blaßgelb und einem Goldgelb mit grünen, strohgelben, orange- oder bernsteinfarbenen Nuancen.
• Die Rotweine (29%) kommen in Kirschrot, Kräftigem Rot, Mahagonirot, Braunrot oder Ziegelrot daher.
• Die Rosés (1%) variieren von Rosa-violett bis Grau, über Himbeerrosa, leichtes Orange oder Lachsfarben.

 

Chardonnay und Pinot Noir: symbolträchtig für die Weine der Bourgogne

© BIVB / TAKE A SIP Vinestock

Pinot Noir wird höchstwahrscheinlich bereits seit Anbeginn des burgundischen Weinbaus in der galloramischen Epoche angebaut. Er macht das Renommee der großen Rotweine der Region aus.

Seine kompakten Trauben mit kleinen, dichten Beeren in einer schwarz violetten Farbe beinhalten einen süßen Saft.

Die dicken Blätter haben eine dunkelgrüne, matte Außenseite und eine Innenseite von hellerem Grün.
Mit gleicher Länge wie Breite haben sie drei oder fünf Zacken, die je nach Fruchtbarkeit des Rebstocks unterschiedlich ausgeprägt sind.

Seit Jahrhunderten wird der Chardonnay von den Burgunder Winzern angebaut. Er ist verantwortlich für den hervorragenden Ruf der großen Weißweine aus Côte de Beaune, Côte Chalonnaise, Mâconnais und Chablis. Er wächst in hübschen, goldenen Trauben, mit Beeren, die so klein sind wie die des Pinot Noirs, jedoch länglicher und weniger eng angeordnet. Seine kleinen Früchte ergeben einen weißen, köstlich süßen Saft. Sie erkennen ihn auch an seinen charakteristischen Blättern: Ihre zwei großen Blattadern säumen exakt ihre Stielbucht.  

 

Gamay und Aligoté: die Früchte der Geschichte

© BIVB / BERNUY J.L. Foot of Pinot Noir.

Als ebenfalls sehr alte Rebsorte trägt der Gamay den Namen eines Weilers in Saint-Aubin in der Nähe von Puligny-Montrachet. Die für die Rotweine des Mâconnais sehr beliebte Rebsorte findet auch als Bestandteil von Assemblages der Coteaux Bourguignons, des Bourgogne Passetoutgrains oder bestimmter Crémants de Bourgogne Verwendung.

Er ist dafür bekannt, dass er von Philippe le Hardi nach einer Verordnung im Jahr 1395  zugunsten des Pinot Noirs aus dem Fürstentum Bourgogne verbannt wurde. Der südliche Teil der Bourgogne, der damals nicht zur Bourgogne gehörte, hat die Gamay-Tradition bewahrt.
Sein besonders fruchtbarer Rebstock trägt Trauben, die je nach Sorte mehr oder weniger eng liegen.

Aligoté ist ebenfalls eine sehr alte Rebsorte in der Bourgogne. Sie ist überall in der Region zu finden, wo die Böden für Pinot Noir oder Chardonnay nicht geeignet, aber dennoch exzellent für den Weinbau sind. Aus dieser ziemlich robusten weißen Rebsorte mit größeren und zahlreicheren Trauben als beim Chardonnay produzieren die Winzer den Bourgogne Aligoté, eine AOC Régionale. Diese allzu sehr vernachlässigte Rebsorte findet seit 1998 mit einer Appellation Village aus 100 % Aligoté–Bouzeron– Anerkennung.

Aligoté, Chardonnay, Pinot Noir und Gamay können alle für die Herstellung des Crémant de Bourgogne verwendet werden. 

 

Rebsorten, die Sie kennen sollten

Im Auxerrois können Sie auch weniger verbreitete Rebsorten antreffen. Dazu zählen Sauvignon und César. Erstgenannter ergibt einen leichten und fruchtigen Weißwein mit dem Namen Saint-Bris (Appellation Village). Der Zweite verleiht gemeinsam mit Pinot Noir den Weinen der Appellation Irancy (Appellation Village) Solidität und eine schöne Länge im Mund

Einige Winzer setzen sich für Pinot Beurot oder Pinot Gris (Weißweine) ein, die aus der Bourgogne stammen, aber fast vollkommen verschwunden sind. Man findet sie heute in anderen Weinbaugebieten der Welt (Schweiz, Ungarn, Deutschland, Elsass etc.).

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