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Das Terroir ist in Burgund die Grundlage für die kontrollierte Herkunftsbezeichnung.
In Burgund sind der geologische Ursprung und die physisch-chemische Zusammensetzung des Bodens sehr vielfältig und variieren von einem Weinberg zum anderen, aber auch innerhalb eines Weinbergs, eines Dorfes. Das erklärt, warum das Weinbaugebiet Burgund wie ein riesiges Mosaik aus Tausenden von Parzellen (hier Klimata genannt) erscheint, oft sehr klein (“La Romanée” ist mit 0,8 ha die kleinste Herkunftsbezeichnung der Welt).
In Burgund ist der Begriff Terroir (etwa: Gegend) ein weiter Begriff, der natürliche und menschliche Faktoren beinhaltet. Es sind nämlich die Winzer, manchmal mit Hilfe der Mönche, die den Boden entdeckt, identifiziert und zur Geltung gebracht haben. Dazu war eine jahrhundertlange Arbeit notwendig, damit dieses Konzept, das auf das beginnende Mittelalter zurückgeht, die Zeit überdauerte und mit der Gründung des Nationalen Instituts für Herkunftsbezeichnungen Mitte des vergangenen Jahrhunderts offiziell anerkannt wurde. Auch wenn Natur und Boden die Schlüsselelemente der Gegend sind, haben viele andere natürliche Faktoren Einfluss auf die Qualität, den typischen Charakter und den Ausdruck eines Weines: Hanglage der Parzelle, Höhenlage, Tiefe und Dränage des Bodens, die klimatischen Bedingungen des Jahres, das Mikroklima.